"Barbarossa" 1965

Ruth Elisabeth van Beeck

Beton

An der Barbarossastraße wird durch die Plastik von Ruth Elisabeth und Peter van Beeck die Sage illustriert, die man seit dem 19. Jahrhundert mit dem Kaiser Friedrich I. (1152-1190) verknüpft. Wegen seines rotblonden Bartes trug er den Beinamen "Barbarossa". Der Legende nach war er nicht gestorben, sondern saß seit Jahrhunderten in einem Berg in Thüringen, dem Kyffhäuser, sodass sein Bart bereits durch die steinerne Tischplatte hindurch gewachsen war. Dort wartete er auf das Zeichen zu seiner Rückkehr, um wieder ein einiges und mächtiges deutsches Reich aufzubauen. Diese Sage entstand als politisches Wunschbild zu einer Zeit, als es noch keinen deutschen Nationalstaat gab. Später ist sie immer wieder von nationalistischen Kräften missbraucht worden.

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