"Der geteilte Moorkommissar Findorff - oder Arbeit im Moor" 1979

Jürgen Schmiedekampf

Bunker I, Längsseite Wandbemalung, Kunststoff-Dispersions-Farben, 7,1 m x 24,4 m

An der Neukirchstraße im Stadtteil Findorff begrenzen drei dicht nebeneinander stehende Flachbunker einen großen Platz, auf dem der Wochenmarkt abgehalten wird. Ursprünglich war dieser Platz der alte Torfhafen, der an der östlichen Seite des Platzes noch erhalten ist. Als das Teufelsmoor in der Nähe Bremens trockengelegt und somit die Besiedelung der ehemals unwirtlichen Region ermöglicht wurde, hatte dies auch Auswirkungen auf Findorff. Von 1817 bis 1826 erfolgte der Bau des Torfkanals, über den das im Teufelsmoor gestochene wertvolle Heizmaterial nach Bremen in den Findorffer Torfhafen transportiert wurde.

Gunter Gerlach, Thomas Hartmann, Li Portenlänger, Jürgen Schmiedekampf und Eugenia Schuffert-Danu bemalten in fast zweijähriger Arbeit jeweils drei Seiten der Bunker. Das gemeinsame Thema war Vergangenheit und Gegenwart des Stadtteils Findorff. Einige Wandbilder sind nicht mehr vorhanden.

Jürgen Schmiedekampf thematisiert die schwierigen Arbeits- und Lebensbedingungen der Menschen in den Mooren nördlich von Bremen, die im 18. Jahrhundert durch den Moorkommissar Findorff kolonisiert wurden.

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