"Findorff und seine Bewohner" 1980

Thomas Hartmann

Bunker II, Längsseite Wandbemalung, Kunststoff-Dispersions-Farben, 7 m x 10 m

An der Neukirchstraße im Stadtteil Findorff begrenzen drei dicht nebeneinander stehende Flachbunker einen großen Platz, auf dem der Wochenmarkt abgehalten wird. Ursprünglich war dieser Platz der alte Torfhafen, der an der östlichen Seite des Platzes noch erhalten ist. Als das Teufelsmoor in der Nähe Bremens trockengelegt und somit die Besiedelung der ehemals unwirtlichen Region ermöglicht wurde, hatte dies auch Auswirkungen auf Findorff. Von 1817 bis 1826 erfolgte der Bau des Torfkanals, über den das im Teufelsmoor gestochene wertvolle Heizmaterial nach Bremen in den Findorffer Torfhafen transportiert wurde.

Gunter Gerlach, Thomas Hartmann, Li Portenlänger, Jürgen Schmiedekampf und Eugenia Schuffert-Danu bemalten in fast zweijähriger Arbeit jeweils drei Seiten der Bunker. Das gemeinsame Thema war Vergangenheit und Gegenwart des Stadtteils Findorff. Einige Wandbilder sind nicht mehr vorhanden.

Auf dem Stadtteilportrait von Thomas Hartmann sind eine Gruppe von Jugendlichen und eine Abbildung des bemalten Bunkers an der Magdeburgerstraße zu sehen. Sie verweisen auf das damals neu entstandene Jugendfreizeitheim. Ein älteres Ehepaar und ein Marktstand zeigen den Findorffer Wochenmarkt. Die Stadtlandschaft ist durch Versatzstücke unterschiedlicher Größen charakterisiert, z.B. durch die Gleisanlagen und die für Findorff typischen Reihenhäuser.

Standort

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