"Gezeiten-brunnen" 1992

Wolfgang Zach

Pegel: Edelstahl; Pflaster: Kohlesandstein, roter Granit; 6,5 m (maximal) x 4,4 m x 5,65 m; Tiefe im Untergrund: 12 m

Der Tidehub der Weser in Bremen ist mit 4 Meter Amplitude zwischen Hochwasser und Niedrigwasser der größte an der deutschen Nordseeküste. Dies macht der Brunnen sichtbar: Drei Säulen zeigen die Pegelstände der Weser bei Bremerhaven, Brake und Bremen an. Die Säule im Zentrum des Bogens dieser drei Weserpegel symbolisiert den Grundwasserspiegel des Standortes, der sich auch mit der Tide ändert. Die Grenzen der Anzeige der Weserpegel sind für Niedrigwasser bei - 2,3 m gegenüber Normalnull (NN), für Hochwasser bei 4,2 m über NN. Bei kleineren bzw. größeren Werten zeigt der Brunnen seinen minimalen bzw. maximalen Wert an. Um Niedrigwasser anzeigen zu können, liegt der Nullpunkt der Bewegung bei 2,3 m über dem Erdboden. Das entspricht Normalnull des Wasserstandes auf der Weser. Der Nullpunkt des Grundwasserpegels liegt in 1 Meter Höhe. Die aktuelle Höhe des Wasserstandes erhält man, wenn man von der Höhe der Säulen 2,3 Meter ( 1 m beim Grundwasserpegel ) abzieht.

Durch die Gegenüberstellung der Wasserstände wird die Dynamik der Gezeitenbewegung sichtbar gemacht sowie auch ihr erheblicher Einfluss auf das Grundwasser. Die Pegel schwimmen in 12 m tiefen wassergefüllten Becken, die ebenfalls aus Edelstahl hergestellt sind. Die Steuerung erfolgt mit den Signalen der entsprechenden Weserpegel, die der Ãœberwachung des Wasserstandes auf der Weser dienen. Eine Elektronik empfängt die Signale und steuert die Säulen pneumatisch in die richtige Höhe. Alle Säulen sind von Wasser umflossen, das sich in einem Kreislauf zwischen den Pegeln und den Becken befindet.

Der Gezeitenbrunnen befindet sich in Bremen - Mitte, Martinistraße / Höhe Pieperstraße.

Standort

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