"Heinrich Heine" 2010

Waldemar Grzimek

Bronze, Sockel 1,20 m, Skulptur 2,20 m

Die Bronzeskulptur von Waldemar Grzimek zeigt den sitzenden Heinrich Heine. Der Sandsteinsockel ist mit einem bronzenen Reliefband mit Szenen von Krieg und Frieden geschmückt. Es ist der vierte Abguss der Skulptur, die der Bildhauer geschaffen hat. Anlässlich des 100. Todestages von Heinrich Heine (1797 - 1856) erhielt Grzimek zu Beginn der 1950er Jahre den Auftrag zur Ausführung eines Heine-Denkmals, dessen drei Fassungen sich heute in Ludwigsfelde und in Berlin (Weinbergspark und Humboldt-Universität) befinden. Der vierte Abguss 2010 ist ein Geschenk der Bremer Ehrenbürger Uwe Hollweg und Klaus Hübotter an die Stadt Bremen. Mit der Skulptur wird ein großer deutscher Dichter und revolutionärer Schriftsteller geehrt, dem Bremen nicht ganz fremd war. Heinrich Heine hielt sich 1826 auf seiner Reise an die Nordsee für einen Tag hier auf. Er genoss die Stimmung und die vorzüglichen Weine im Bremer Ratskeller: Dies besingt er in seinem Buch der Lieder, Die Nordsee, 1825-1826, Zweiter Zyklus, Im Hafen. Der Bildhauer Waldemar Grzimek gehört zu den bedeutenden figürlich arbeitenden Bildhauern Deutschlands des 20. Jahrhunderts. Er wurde 1918 in Ostpreußen geboren, siedelte 1924 mit seiner Familie nach Berlin über. Nach einer Steinmetzlehre studierte er von 1937 bis 1941 an der "Hochschule für Bildende Künste" in Berlin. Von 1946 bis 1948 lehrte er an der "Kunstschule Burg Giebichenstein" Halle. Von 1948 bis 1951 war er Professor an der Hochschule für Bildende Künste in Berlin-Charlottenburg. 1957 erhielt er eine Professur an der Hochschule für Bildende und Angewandte Kunst in Berlin-Weißensee. Seit Mitte der 1950er setzte sich der Bildhauer in seinen Werken intensiv mit dem Nationalsozialismus auseinander. 1959 bekam der Bildhauer den "Nationalpreis der DDR". Im Jahre 1961 siedelte Grzimek nach Friedrichshafen am Bodensee über. 1968 wurde er als Lehrer für Plastisches Gestalten an die Technischen Hochschule in Darmstadt berufen. Seit 1971 war er Mitglied der "Darmstädter Sezession". 1984 wurde Waldemar Grzimek durch den Bremer Bildhauerpreis geehrt. Er starb am 26. Mai 1984 in Berlin. Sein Nachlass wird im Gerhard-Marcks-Haus Bremen bewahrt, zu dem auch der Gipsabdruck des Heinedenkmals gehört.

Standort

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