"Offenes Haus" 1981

Co Haus-Rucker

Bodenbelag ("Teppich"): Betonplatten, 2 m x 2 m, mit eingelassenen Keramikscheiben, Stahlteile, Glas, Seiten eines Kriminalromans, Werkzeug, Geschirr; Fläche: ca. 230 m²; Klinker mit Raster; Raster: Fußpunkte (Steckhülsen) mit Abdeckplatten aus feuerve

Die Architekten- und Künstlergruppe Haus-Rucker-Co (Laurids Ortner, Günter Zamp Kelp, Manfred Ortner) gestaltete den Platz zwischen dem Bürgerhaus und dem Sozialverwaltungszentrum in Bremen - Vegesack. Der sogenannte Tiefgarten diente als lebendiger Vorgarten des Bürgerhauses sowie als öffentlicher Durchgang. Modellhaft waren Teile eines Hauses aufgebaut. Im Zentrum des "offenen Hauses" stand ein Kamin. Drei Räume waren angedeutet, deren Boden mit einer Art Teppich aus Metall-Schrott, Keramik, Glasstücken, Werkzeugen, einem Kriminalroman und anderen Teilen des alltäglichen Lebens belegt waren. Niedrige Mauern, Hecken und auf Stahlstützen aufgestellte Metalltröge bildeten die Wände. Eine im gesamten Boden des Tiefgartens eingelassene Rasterstruktur verband optisch die einzelnen Teile zu einem Ganzen und ermöglichte den temporären unterschiedlichen Ausbau des gesamten Platzes. Im Gegensatz zur Architektur des Bürgerhauses sollte der Platz als wirklich offenes, in allen Schattierungen bürgerliches "Haus" angesehen werden. Das "Haus", das unfertig, aber doch ausbaufähig war, vermittelte Wohnlichkeit und Privatheit und ermöglichte die Begegnung von Passanten und Bürgerhausbenutzern. Zugleich war der Platz ein Treffpunkt und bot Raum für kleine Veranstaltungen, Märkte und Straßenfeste.

Standort

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