"Rabbit Hole" 2017

Johann Büsen

Kunsttunnel

Der gabelförmig angelegte Fahrrad-und Fußgängertunnel am Osterdeich / Altenwall verbindet die Fußgänger-und Fahrradstrecke entlang der Weseruferpromenade und deren Freizeitbereich  mit den Wallanlagen sowie mit dem Ostertorsteinweg zwischen der Kunsthalle, dem Gerhard Marcks Haus und dem Theater am Goetheplatz.

Im Oktober 2016 schrieb der Senator für Kultur einen Wettbewerb zur Neugestaltung des Bremer Kunsttunnels aus, den der Bremer Künstler Johann Büsen gewann. Innerhalb von drei Monaten hatte Büsen seine Ideen und Motive recherchiert, gesammelt und bearbeitet und anschließend mit Hilfe von Maus, Tastatur, Grafik Tablet und diversen Programmen am Computer das Gesamtbild erstellt sowie farbig und kompositorisch ausgearbeitet. Der Computer dient dem Künstler als Archiv für seine Kunst. Durch digitale Bearbeitung werden die ursprünglichen Motive getrennt, verfremdet, überlagert und zu neuen Bildwelten verdichtet. Das Bild, bestehend aus 200 Papierbahnen mit einer Gesamtfläche von 500qm wurde im Atelier gedruckt, mit Hilfe von 200 kg Spezialkleber vor Ort montiert und im Anschluss mit 40 Liter Klarlack gegen Witterung versiegelt.

Der Werktitel „rabbit hole“ (Kaninchenbau) nimmt Bezug auf die Geschichte „Alice im Wunderland“ von Lewis Carroll. Das Kunstwerk, das in eine magische und surreale Welt führt, umfasst die 220 Meter langen Tunnelwände. Büsen setzt sich mit Themen wie Politik, Gesellschaft, Globalität und Wissenschaft auseinander und verarbeitet diese in Form von Motiven, Zitaten und Assoziationen in seinem Werk. In der Folge vermischen sich fiktionale Welten mit profaner Alltagskultur. Es eröffnet sich eine Bildwelt, die Möglichkeiten für eigene Entdeckungen offen lässt und die Betrachterinnen und Betrachter in das Bildgeschehen verwickelt. Sie werden aufgefordert, die vielschichtigen, mystischen oder skurrilen Begebenheiten und Geschichten auf der Tunnelwand zu entdecken.

Location

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