Kunst im öffentlichen Raum Bremen

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Kunst im öffentlichen Raum

Kunst im öffentlichen Raum ist enorm vielfältig – gerade auch in Bremen. Indem sie die gängigen künstlerischen Präsentationsorte Galerie und Museum seit den 1970er Jahren vermehrt verlässt und in den öffentlichen Raum geht, wird Kunst radikal neu und anders gedacht. Dabei kann Kunst im öffentlichen Raum Stein des Anstoßes sein, provozieren und verstören, aus heftigen Debatten hervorgehen oder diese erst verursachen. Dann wieder rüttelt sie auf, macht nachdenklich und brennt sich nachhaltig ein, weil sie die bisherigen Erinnerungskulturen und -politiken kritisch reflektiert und in Frage stellt. Sie kann zur Aufwertung des Quartiers beitragen, die Lebensqualität der dort ansässigen Menschen zu steigern versuchen, ästhetisch neue Akzente setzen, sich in Beziehung zu den räumlich-sozialen Gegebenheiten und der komplexen Historie des Ortes setzen oder einfach nur experimentell und spielerisch den Raum neugestalten.

Kunst im öffentlichen Raum ist immer ein Statement: mal laut, mal leise. Auch die Gefahr langsam abgenutzt, von der Natur überwuchert zu werden, mit der Zeit an Brisanz zu verlieren oder zur ästhetischen Stadtmöblierung zu verkommen, ist der Kunst im öffentlichen Raum grundsätzlich immer inhärent. Sie kann provokant, witzig, ortsspezifisch oder partizipativ und interaktiv, durable oder auch nur temporär sein. Nicht selten ist sie nicht nur polyvalent, sondern auch hoch reflexiv. Immer ist die Kunst – ähnlich wie auch die deutlich älteren Monumente und steinernen Denkmäler im Stadtbild – stets Kind ihrer Zeit.

 Wie vielfältig und unterschiedlich die Kunst im öffentlichen Raum in Bremen ist, zeigt das dokumentarische Archiv dieser Homepage. Bremen gilt als Vorreiter für das Programm im Rahmen von Kunst im öffentlichen Raum. 1973 hat Bremen als eines der ersten Bundesländer durch einen senatorischen Grundsatzbeschluss Kunst im öffentlichen Raum fest verankert und somit für einen bemerkenswerten Schub bei der Realisierung von Kunst im Außenraum gesorgt. Bis heute sind seit dieser Zeit rund 680 Einzelwerke entstanden, die im öffentlichen Raum aufgestellt wurden und in der Regel dauerhaft in das Eigentum der Freien Hansestadt übergegangen sind. Auch die rund 670 temporären Projekte, die in den letzten Jahrzehnten im öffentlichen Raum in Bremen stattgefunden haben, sind auf dieser Homepage – soweit es durch vorhandenes Archivmaterial möglich gewesen ist – dokumentiert. Dabei haben nicht nur regionale Künstler:innen aus Bremen und umzu, sondern auch überregionale Künstler:innen aus Deutschland und dem Ausland beeindruckende Interventionen in Bremen platziert. Neue Arbeiten kommen laufend hinzu.

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